Schule ohne Rassismus

Schule ohne Rassismus

Am Donnerstag, dem 13. Juni 2019 nahmen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 zusammen mit einigen Teilnehmern der "Schule ohne Rassismus"-AG am Workshop "Respect the difference" teil. Im Jugendtreff "Zentrum" setzten sie sich mit den Themen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Respekt auseinander.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann man mit der ersten Übung. Es stellte sich heraus, wie interkulturell die Gruppe aufgestellt war und inwiefern die Schüler Kontakt mit anderen Nationalitäten und Bevölkerungsgruppen haben. In Kleingruppen wurde dann darüber nachgedacht, wie sich der Begriff "Diskriminierung" definieren lässt. Dazu wurden verschiedene Szenarien durchdacht. Es wurde gründlich diskutiert, bevor entschieden wurde, ob dies ein Fall von Diskriminierung sei oder nicht. Ist es Diskriminierung, wenn ein Lehrer sich den Namen einer Schülerin nicht merken kann und ihn deshalb immer abkürzt? Oder wenn ein Lehrer sich wundert, dass eine Schülerin mit dunkler Haut genau so gut deutsch spricht wie alle anderen und diesen Gedanken auch ausspricht? Ganz allgemein wurde Diskriminierung nun so definiert, dass eine Person benachteiligt wird, weil sie sich von der Masse unterscheidet. Daraufhin beschäftigten sich die Kleingruppen mit der Geschichte von Abigail und Gregor, einer Geschichte, bei der alle Beteiligten äußerst fragwürdige Entscheidungen treffen. Nach einer eigenen Einteilung, wie moralisch sich die Charaktere verhalten haben, trug die Gruppe, die unterschiedlichen Meinungen zusammen und legte schließlich eine gemeinsame Einteilung fest.
Nach einer Pause stellte uns ein junger Geflüchteter seine Geschichte vor. Von Syrien flüchtete er über Umwege nach Deutschland. Die Geschichte hat die meisten ziemlich mitgenommen und hat ihnen gezeigt, was alles hinter einer Flucht steckt: Körperliche Anstrengung, ständige Angst, Unmengen an Geld und scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten mit den Behörden und der Sprache. Dennoch war es schön zu erfahren, dass er die Hoffnung nicht aufgegeben hat, es schlussendlich nach Deutschland geschafft hat und sich nun hier ein neues Leben aufbaut. Die letzte Übung war eine Art Rollenspiel. Jeder bekam eine Rolle, in die man sich hinein versetzen musste. Fragen zur beruflichen Perspektive, sozialen Situation und zu finanziellen Möglichkeiten mussten beantwortet werden. Die Rollen reichten von einer rumänischen Prostituierten bis zu einer Firmenchefin. Nach den Fragen wurde die jeweilige gesellschaftliche Stellung besprochen und inwiefern die jeweilige Rolle in unserer Gesellschaft integriert ist. Zum Schluss folgte eine kleine Reflexionsphase und man konnte sich Infomaterial mitnehmen. Zudem bekam jeder ein "Augen-auf-Armband". Die meisten haben von diesem Workshop Gedankenanstöße mitgenommen und werden in nächster Zeit wohl etwas respektvoller mit ihren Mitmenschen umgehen.

Finja Bentz

   

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